Nur etwa 17 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt sollen in Tušimice, Tschechien, neue Atomkraftwerke entstehen – genauer gesagt sogenannte „Small Modular Reactors“ (SMR). Das Projekt des tschechischen Energiekonzerns ČEZ betrifft nicht nur die Nachbarregion, sondern hat auch direkte Auswirkungen auf Sachsen, insbesondere auf Nordsachsen.
Was ist in Tušimice geplant?
Geplant ist der Bau von bis zu sechs modularen Reaktoren mit einer Gesamtleistung von rund 1.500 Megawatt. Diese Atomkraftwerke in Tušimice, Tschechien, sollen ab 2034 entstehen und werden als moderne Alternative zur klassischen Kernenergie präsentiert. Doch der Schein trügt.
Warum ist das Projekt kritisch?
- Studien zeigen: SMR erzeugen bis zu 30-mal mehr radioaktiven Abfall pro erzeugter Kilowattstunde als herkömmliche Reaktoren.
- Es gibt keine sichere Lösung für die Endlagerung – weder in Tschechien noch bei uns.
- Die Nähe zur deutschen Grenze macht Sicherheitsfragen hochrelevant: Ein Störfall könnte auch Leipzig, Nordsachsen oder angrenzende Regionen direkt betreffen.
Was bedeutet das für uns?
Als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Nordsachsen sprechen wir uns klar gegen den Bau der Atomkraftwerke Tušimice Tschechien aus. Wir stehen für eine konsequente Energiewende mit Erneuerbaren – nicht für neue Risiken durch Atomkraft.
Jetzt aktiv werden: Einwendungen bis 14. Juli möglich
Noch bis zum 14. Juli 2025 können Bürger*innen im Rahmen des grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsverfahrens (UVP) offiziell Einwendungen einreichen. Das ist die Chance, dem Vorhaben der Atomkraftwerke Tušimice Tschechien deutlich zu widersprechen.
📝 Musterschreiben in Deutsch und Tschechisch findest du hier:
👉 gruene-goerlitz.de
(Dank an den Kreisverband Görlitz!)


